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8. März – Weltfrauentag

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BetriebsratsInfo, GewerkschaftsInfo veröffentlicht.

Als Frauensprecherin  des Zentralbetriebsrates ist der Weltfrauentag in diesem Jahr für mich besonders wichtig.

Wir leben nun fast ein Jahr mit einer weltweiten Krise. Diese Krise hat viele von uns Frauen besonders schwer getroffen. Home Office, Home Schooling… eine Doppelbelastung, die viele von uns sehr gefordert hat.

In diesen Zeiten bedarf es Unterstützung. Unterstützung durch Arbeitgeber, Unterstützung durch die Politik.

Unterstützung gibt es auf jeden Fall durch uns Betriebsräte und auch durch die Gewerkschaften.

Weltweit wird in Demonstrationen, Aktionen und Veranstaltungen für die vollständige Gleichberechtigung der Geschlechter gekämpft und an frühere Auseinandersetzungen und Erfolge erinnert. Gleichberechtigung kann aber nicht an einem Tag erreicht werden. Die Gewerkschaft GPA ist die größte Gewerkschaft Österreichs und tritt für ein Ende der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern ein.

Die GPA hat in den letzten Jahren in den Kollektivvertragsverhandlungen viel erreicht. Die volle gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten ist ein Meilenstein. Der Unterschied zwischen den Gehältern wird kleiner.

ES GIBT ABER TROTZDEM NOCH VIEL ZU TUN!

Für uns ist jeder Tag Internationaler Frauentag.

Danke für Ihre Beteiligung!

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GewerkschaftsInfo veröffentlicht.

Liebe Kollegin,
lieber Kollege,

vor zwei Wochen haben wir Sie um Ihren persönlichen Grund gebeten, warum die Beschäftigten in der Sozialversicherung eine Prämie verdient haben. Insgesamt haben wir 500 Gründe gesucht. Die Antworten waren überwältigend. Über 1.500 verschiedene Gründe sind bei uns eingelangt, freilich anonym.

Wir haben von einer diplomierten Krankenschwester erfahren, die als alleinerziehende Mutter ihr kleines Kind jemanden betreuen lassen musste, während der Kindergarten geschlossen war und sie mit Corona-Patienten zu tun hatte.
Wir haben von Verwaltungsangestellten erfahren, die binnen kürzester Zeit die Beschaffung von Schutzmaterial abwickeln mussten und dabei mit vielen Überstunden und wenig Dank einen reibungslosen Ablauf gewährleistet haben.

Wir haben von einem Pfleger erfahren, der die Geburt seiner Tochter und ihre ersten Tage verpasst hat, weil er berufsbedingt in Quarantäne war.

Das sind nur drei von insgesamt 1.500 Gründen.

Bei allen, die mitgemacht haben, möchten wir uns für die Beteiligung herzlich bedanken. Wir werden mit Nachdruck die Verantwortlichen auf der Dienstgeberseite, hier allen voran die Mitglieder der Verbandskonferenz darauf hinweisen, dass sich die Beschäftigten eine Prämie verdient haben. Wobei genauere Details (wie zB Personenkreis, Voraussetzungen und die Höhe) noch nicht einmal besprochen werden konnten. Es wurde lediglich unser Erstentwurf entgegengenommen.

Leider verweigern die Verantwortlichen im Dachverband bis dato konkrete Gespräche zu diesem Thema. Es wird uns nicht einmal ein Termin angeboten und lediglich darauf hingewiesen, dass man eventuell bereit ist im Rahmen der Gehaltsrunde im Spätherbst oder Winter dieses Thema mit behandeln kann. Ein Mindestmaß an Wertschätzung für unsere Kolleginnen und Kollegen sieht anders aus.

Leider gibt dieses Verhalten Anlass zu berechtigten Sorgen, dass sich dieses auch im Rahmen der Gehaltsrunde fortsetzt. Nach vielen Jahren unzähliger konstruktiver Gesprächsrunden, bei denen, auch wenn sie teilweise lange dauerten, immer ein Konsens, basierend auf einer funktionierenden Sozialpartnerschaft vor allem auf Augenhöhe und wertschätzend, gefunden wurden.

Wir bleiben dran und setzen uns weiterhin vehement für Sie ein!

Herzlich,

Michael Aichinger, Thomas Hirsch, Rudolf Wagner, Farije Selimi

und das Verhandlungsteam von Betriebsrat und Gewerkschaft.

 

500 Gründe für eine Corona-Prämie

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GewerkschaftsInfo veröffentlicht.

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

Betriebsrat und Gewerkschaft kämpfen aktuell für eine Corona-Prämie, die die tollen Leistungen der Sozialversicherungs-Beschäftigten wertschätzt.

Wir brauchen IHRE Unterstützung!

Um den Geschäftsführungen und Generaldirektoren zu zeigen, warum Sie eine Prämie verdient haben, sammeln wir 500 Gründe für eine Corona-Prämie. Verraten Sie uns Ihren persönlichen Grund!

Hier Ihren persönlichen Grund für eine Corona-Prämie bekanntgeben.

Sie können Ihren persönlichen Grund hier komplett anonym bekanntgeben.

Übrigens: Je mehr wir sind, desto stärker sind wir! Hier können Sie Gewerkschaftsmitglied werden, falls Sie noch nicht dabei sind. 

Liebe Grüße

Michael Aichinger und das Verhandlungsteam

Feiertag am Karfreitag gestrichen – wir können uns Urlaub nehmen?!

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Urlaubstag verbrauchen statt Feiertag

Der Karfreitag ist nun für sämtliche Beschäftigte, unabhängig vom Religionsbekenntnis, kein Feiertag mehr. Stattdessen kann an einem Tag freier Wahl (zB Karfreitag) individuell ein Urlaubstag verbraucht werden. Dieser ist aus dem bestehenden Urlaubsanspruch zu bestreiten. Die Lage dieses Urlaubstages soll von den ArbeitnehmerInnen frei gewählt werden können, allerdings mit einer langen Vorankündigungsfrist von drei Monaten. In Hinblick auf den nahenden Karfreitag (19.4.2019) gilt diese Frist in den ersten drei Monaten ab Inkrafttreten der Gesetzesänderung nicht; in diesem Zeitraum ist die Wahl frühestmöglich, spätestens aber zwei Wochen vor dem Wunschtermin bekannt zu geben. Die Regelung der Bundesregierung bedeutet also nichts anderes, als dass Menschen, die künftig am Karfreitag frei haben wollen, „auf eigene Kosten“ einen Urlaubstag nehmen müssen.

Gesetzlicher Eingriff in Kollektivvertrag

Nachdem es einen Generalkollektivvertrag zwischen ÖGB und Wirtschaftskammer gibt, der einen freien Karfreitag bestimmter Religionsgruppen vorsieht, plant die Regierung nun auch in den bestehenden Generalkollektivvertrag einzugreifen. Dieser verliert bezüglich des Karfreitags seine Wirkung. Das ist ein bedenklicher und rechtlich fragwürdiger Eingriff in die Tarifautonomie der Gewerkschaften und bildet einen beispiellosen Tabubruch auf Kosten der arbeitenden Menschen. Es wurde den Sozialpartnern die Möglichkeit genommen, selbstständig eine faire Lösung zu vereinbaren. Dieser Eingriff ist ein Bruch der Europäischen Menschenrechtskonvention und kann so nicht akzeptiert werden.

Unsicherheiten

Diese geplante Regelung bringt eine Reihe von weiteren juristischen Unsicherheiten mit sich, weil Feiertags- und Urlaubsregelungen vermischt werden. Sobald die Gesetzesänderung beschlossen und wirksam ist, wird die GPA-djp in Abstimmung mit den anderen Gewerkschaften die neue Regelung im Detail juristisch analysieren und die weitere Vorgangsweise klären. Wir werden dazu wieder informieren.

Mit gewerkschaftlichen Grüßen

Barbara Teiber Bundesvorsitzende

Karl Dürtscher Bundesgeschäftsführer

Sozialversicherung der Zukunft – Podiumsdiskussion in der AK-NÖ

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Freitag, 22. Juni 2018 waren wir von der AK-Niederösterreich zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Thema und Überschrift war “Sozialversicherung der Zukunft”

Nach einer kurzen Begrüßung von Fr. Mag. Tessa Prager von NEWS folgte die Einleitung vom AK-Niederösterreich-Präsident und ÖGB-NÖ-Vorstand Markus Wieser, der zwei wichtige Forderungen formulierte:

  • “Wir wollen weiterhin mit der E-Card und nicht mit der Kreditkarte ins Krankenhaus gehen”
  • Kein Ersatz der Leistung Notstandshilfe durch die Mindestsicherung

Er forderte “Hände weg von unserer Sozialversicherung”

Danach hielten Dr. David Mum (GPA-djp) und Mag. Jan Pazourek (Generaldirektor der NÖGKK) einen interessanten Vortrag über Studienergebnisse und Perspektiven zur österreichischen Sozialversicherung.

Dr. Mum beleuchtete die Ergebnisse der LSE-Studie und betonte immer wieder, dass lt. dieser das Geld effizienter eingesetzt aber nicht eingespart werden sollte.

Mag. Pazourek hob die kritischen Punkte des Regierungsprogrammes hervor.

Danach fand eine spannende Podiumsdiskussion mit:

  • Dr. Stephan Pernkopf (Landeshauptfrau Stellvertreter)
  • Ulrike Königsberger-Ludwig (Landesrätin für Gesundheit, Soziales, Kinder- und Jugendwohlfahrt)
  • Mag. Martin Schaffenrath (stv, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbandes)
  • Gerhard Hutter (Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse)
  • MMag. Maria M. Hofmarcher-Holzhacker (Ökonomin und Gesundheitsexpertin)

statt. In einem Punkt waren sich alle einig, dass der Patient und Versicherte in den Mittelpunkt gestellt werden und die Versorgung garantiert werden muss. Die meisten vermissen die frühere Gesprächskultur. Mag. Schaffenrath befürchtet, dass die Zusammenlegung von Trägern, wie auch schon in der Vergangenheit gesehen, teurer anstatt kostensparender wird und bezeichnet das Regierungsprogramm als Schnellschuss. Er zeigt auf, dass der Verwaltungsaufwand der Republik Österreich 8,5 % beträgt und stellte die Frage “Wer muss sich wirklich anstrengen?”.

Die meisten Diskutanten und Redner erwähnten auch unsere AUVA und sprachen sich für den Erhalt unserer AUVA aus.

Sie finden hier einige Fotos zu diesem interessanten Tag in der AK-Niederösterreich.

 

Mein Herz für ein soziales Österreich

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Am Donnerstag, 28. Juni zwischen 07.00 und 10.00 Uhr

in der Eingangshalle des  FVZ

können alle Kolleginnen und Kollegen ihre persönliche Unterstützungserklärung für “Mein Herz für ein soziales Österreich” abgeben. Wir freuen uns, wenn Sie mit einem persönlichen Foto (Koll. Thomas Hirsch wird fotografieren) die Aktion auf zwei bereit gestellten Lap Tops unterschreiben.